Die HyperMet-Forschungsgruppe hielt ihr zweites Progress Meeting ab, in dem die jüngsten Entwicklungen einzelner Forschungsprojekte zusammengefasst wurden. Die Präsentationen befassten sich mit Fortschritten in den Bereichen Tumorkachexie, metabolischer Bildgebung, Großtiermodelle und Öffentlichkeitsarbeit.
Maria Rohm (P06 HyperCancer) berichtete über Erkenntnisse zu metabolischen Veränderungen in Tumor-Muskel-Interaktionen. Mausmodelle für Darmkrebs zeigten eine konsistente Muskelatrophie, und Multi-Omics-Analysen hoben einen aktivierten Ein-Kohlenstoff-Stoffwechsel sowie veränderte Glukoseflüsse in kachektischen Muskeln hervor.
Das P05 HyperImaGene-Team unter der Leitung von Nathalia Dragano und Franz Schilling präsentierte neue Ergebnisse aus bildgebungsbasierten Studien an Mstn-Knockout-Mäusen und Semaglutid-induzierten Stoffwechselveränderungen. Die Arbeit umfasste verfeinerte PET/MRS-Protokolle, MRT-basierte Fett-Wasser-Quantifizierung sowie die Weiterentwicklung von metabolischen Bildgebungs-Workflows.
Arne Hinrichs und Malek Torgeman (P04 HyperPig) berichteten über ihre fortgesetzten Bemühungen, MSTN-defiziente Göttingen-Minischweine mit CRISPR/Cas9 zu züchten. Etablierte arteriovenöse Metabolomik- und tracerbasierte Flussmethoden ermöglichten eine detaillierte Stoffwechselprofilierung, wobei weitere Experimente zur Charakterisierung von Repartitionierungseffekten geplant sind.
Das Ministerium für Öffentlichkeitsarbeit stellte laufende Initiativen zur Steigerung der Sichtbarkeit von HyperMet durch die Website, LinkedIn und Workshops zur Wissenschaftskommunikation vor. Eine auf Forscher ausgerichtete LinkedIn-Reihe ist in Vorbereitung.
Das Treffen verdeutlichte die stetigen Fortschritte in allen Projekten sowie die kontinuierliche Zusammenarbeit in der Forschungsgruppe.
Die HyperMet-Forschung untersucht, wie Muskelwachstum (Hypertrophie) und Muskelabbau (Atrophie) den Stoffwechsel beeinflussen. Mehr Muskelmasse senkt das Risiko für Adipositas, Diabetes, Osteoporose und möglicherweise für Krebs. Wir erforschen die zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse, um neue Strategien zur Prävention und im Alltag zu entwickeln.