Aktuelles
Dritter HyperMet Progress Report
Beim 3. HyperMet Progress Meeting stellten mehrere Projekte den aktuellen Stand ihrer laufenden Forschungsaktivitäten und methodischen Entwicklungen vor. Manfred Blobner (Universitätsklinikum Ulm) berichtete über das Projekt P07 (HyperICU), das den Metabolitenaustausch und den Muskelstoffwechsel bei schwer kranken Patienten mittels arteriovenöser Metabolomik untersucht. Ziel des Projekts ist es, Stoffwechselveränderungen zu charakterisieren, die mit Muskelschwund und der Erholung während der intensivmedizinischen Behandlung einhergehen.
Tushar More (Technische Universität Braunschweig) präsentierte Fortschritte im Projekt S08 (HyperFlux), das der HyperMet-Forschungsgruppe eine auf stabilen Isotopen basierende Stoffwechselflussanalyse bereitstellt. Das Projekt konzentriert sich auf die Etablierung experimenteller und analytischer Arbeitsabläufe, die Unterstützung sowohl von In-vitro- als auch von In-vivo-Studien sowie das Angebot von Schulungen und Infrastruktur für konsortienweite Anwendungen.
Dominik Lutter und Gabi Kastenmüller (Helmholtz Zentrum München) stellten Aktualisierungen zum Projekt S09 (HyperGraph) vor, das computergestützte Ansätze zur Integration und Interpretation von Multi-Omics-Daten entwickelt. Das Projekt stellt Analyse-Pipelines bereit und unterstützt die projektübergreifende Datenintegration, wobei der Schwerpunkt auf der Identifizierung gemeinsamer Stoffwechselmuster über verschiedene Gewebe hinweg und unter unterschiedlichen experimentellen Bedingungen liegt.
Die HyperMet-Forschung untersucht, wie Muskelwachstum (Hypertrophie) und Muskelabbau (Atrophie) den Stoffwechsel beeinflussen. Mehr Muskelmasse senkt das Risiko für Adipositas, Diabetes, Osteoporose und möglicherweise für Krebs. Wir erforschen die zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse, um neue Strategien zur Prävention und im Alltag zu entwickeln.