FOR 5795 - HyperMet

HyperMet ist eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschungsgruppe, die ihre Arbeit am 01.03.2025 aufgenommen hat. Die HyperMet-Forschung untersucht, wie Muskelhypertrophie und -atrophie die Stoffwechselgesundheit beeinflussen. Die Forschungsgruppe vereint Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM), des TUM Klinikums, der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Helmholtz Zentrums München, des Universitätsklinikums Ulm und der Technischen Universität Braunschweig, um die Stoffwechselmechanismen, zu analysieren, die Muskelmasse mit der Physiologie des gesamten Körpers verknüpfen.
Die zentrale wissenschaftliche Prämisse von HyperMet ist, dass die Skelettmuskulatur, das massereichste Organsystem des Körpers, eine entscheidende, aber bisher unterschätzte Rolle im systemischen Stoffwechsel spielt. Muskelhypertrophie scheint eine metabolische Umprogrammierung auszulösen – mit Merkmalen des Warburg-Effekts –, die zu einer erhöhten Aufnahme von Stoffwechselsubstraten wie Glukose und Aminosäuren führt („Stoffwechsel-Staubsauger“). Umgekehrt beschleunigt Muskelatrophie die Freisetzung von Stoffwechselprodukten in den Blutkreislauf („Stoffwechsel-Überschwemmung“), was potenziell zu Insulinresistenz, Zunahme des Fettgewebes, Knochenschwund und negativen Folgen im Zusammenhang mit Krebs beitragen kann. Um diese Mechanismen zu untersuchen, arbeitet HyperMet mit fortschrittlichen Methoden der Stoffwechselforschung.
Ziel der HyperMet-Forschungsgruppe ist es, Stoffwechselwege aufzudecken, die erklären, warum Muskelhypertrophie typischerweise positive Effekte bei Fettleibigkeit, Diabetes, Osteoporose und möglicherweise auch gegen Tumore hat, während Muskelatrophie den gegenteiligen Effekt ausübt. Durch die Integration von Humanstudien, Tiermodellen und zellulären Systemen versucht die Gruppe, Stoffwechselmechanismen zu identifizieren, die über verschiedene biologische Skalen und Spezies hinweg wirken.
Diese Forschung kann dazu beitragen, muskelfokussierte Behandlungen und Interventionen für Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Osteoporose und Krebs zu entwickeln, von denen Milliarden Menschen betroffen sind.