Bewerbung und Auswahlprozess

Alle Initiativen für ein TUM Innovation Network durchlaufen einen mehrstufigen Auswahlprozess.
  • In der ersten Phase reichen die Projektteams eine Kurzbeschreibung ihrer Idee in die Research Idea Box ein. Ein Team besteht aus einem/er Koordinator*in sowie zwei bis vier weiteren Partnern (TUM Professor*innen und/oder TUM Junior Fellows).
     
  • Die zweite Phase besteht darin, die als innovativsten ausgewählten Ideen im Rahmen von zweitätigen Exploratory Workshops am TUM Institute for Advanced Study (TUM-IAS) zu vertiefen. Die initiierenden Teams werden eingeladen, ihre vielversprechendsten Projektideen mit zusätzlichen Fachexperten*innen zu entwickeln. Innerhalb von zwei Wochen nach den Workshops reichen Sie ein zehnseitiges Konzeptpapier ein.

Nach Begutachtung der Konzeptpapiere unter Einbeziehung externer Gutachter erfolgt ein Listenvorschlag des TUM Innovation Networks Board an das Hochschulpräsidium zur finalen Beschlussfassung über die Auswahl der geförderten TUM Innovation Networks.

Die TUM gewährt eine Förderung der Innovation Networks aus Mitteln der Exzellenzstrategie unter Voraussetzung einer Ko-Finanzierung seitens der Projektteams.

Jedes Jahr sollen zwei neue transdisziplinäre Forschungsinitiativen von Projektteams aus sieben bis zehn Principal Investgators (TUM Professor*innen, TUM Junior Fellows) für insgesamt vier Jahre mit bis zu zehn Doktorand*innen/Postdocs und Sachmitteln gefördert werden.

  • Personalausstattung: In jedem TUM Innovation Network forschen bis zu zehn Doktorand*innen und Postdocs. Weil der Schwerpunkt auf der Doktorandenförderung liegt, sind mindestens 2/3 der Personen Promovierende.
  • Sachmittel und Reisemittel: Bis zu 100.000 € pro Innovation Network für Verbrauchsmittel und studentische Hilfskräfte. Die einzelnen Nachwuchswissenschaftler*innen erhalten jeweils 10.000 € für die vierjährige Laufzeit des Projekts, die sie eigenständig für Konferenzreisen, Vortragseinladungen und Auslandsaufenthalte im Rahmen der IGSSE-Richtlinien nutzen können.
  • Eigenanteil: 1/3 der Personalmittel sind vom Projektteam einzubringen (Matching-Prinzip; diese können auch aus bestehenden Stellen der Projekt-PIs mit entsprechender thematischer Passung eingebracht werden).

Antragsberechtigt als Koordinator*in (TUM Innovation Network Coordinator) sind Professor*innen der TUM mit eigener Kostenstelle. Um eine initiale Projektidee einzureichen, werden zunächst drei bis fünf Principal Investigators aus dem Kreis unserer Professor*innen oder der TUM Junior Fellows benötigt.
Weitere Principal Investigators der TUM können zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden, wenn das geplante Innovation Network in einem Exploratory Workshop final ausgestaltet wird (insgesamt max. sieben bis zehn Principal Investigators). Zudem können externe Wissenschaftler*innen (nicht finanziert) als assoziierte Mitglieder aufgenommen werden.

Für die Förderung und Durchführung eines Innovation Network sind folgende Bedingungen zu erfüllen und Maßnahmen zu berücksichtigen:

  • Eine Ko-Finanzierung seitens des Projektteams i.H.v. mindestens 1/3 der Personalmittel für Promovierende und Postdocs ist zu erbringen,
  • Mindestens 2/3 der geförderten Nachwuchswissenschaftler*innen sind Promovierende,
  • Alle Promovierende eines Innovation Network sind Mitglied der IGSSE, müssen ein koordiniertes Qualifizierungsprogramm absolvieren und werden von jeweils zwei Principal Investigators des Netzwerks betreut (Tandem Supervision),
  • Zwei Jahre nach dem Projektstart erfolgt ein Midterm-Review unter der Leitung der IGSSE. 

Einreichung der Projektideen
Im Rahmen einer einmal jährlich stattfindenden Ausschreibung reichen die Projektpartner*innen über ihre*n Koordinator*in eine maximal dreiseitige Projektidee ein (Ideen-Inbox, Login mit TUM-Kennung). Darin sollte neben der Ideenbeschreibung und der Motivation auch eine kurze Beleuchtung der relevanten Forschungslandschaft enthalten sein.

Bewertung durch das Innovation Networks Board
Die eingegangenen Projektideen werden anschließend vom TUM Innovation Networks Board sowie weitere TUM Experten*innen mit den zur Bewertung der Projektskizzen notwendigen wissenschaftlichen Kompetenzen bewertet. Das Board setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Entscheidung des Präsidiums und Einladung zum Exploratory Workshop
Das TUM Innovation Networks Board schlägt dem Präsidium eine Themenauswahl mit entsprechender Reihung vor. Diese Projektideen werden während der Exploratory Workshops weiter konkretisiert. Nach der Entscheidung durch das Präsidium werden die Teams der potenzialreichsten Projektvorschläge jeweils zu einem projektspezifischen Exploratory Workshop am TUM-IAS eingeladen. Das Ziel dabei ist, innerhalb von zwei Tagen eine Konkretisierung und Ausarbeitung der Projektidee zu erreichen und das initiale Projektteam gegebenenfalls durch weitere Principal Investigators zu ergänzen.

Die Exploratory Workshops finden etwa sechs Wochen nach Frist der Ausschreibung statt. Zum Workshop kann das TUM Innovation Networks Board weitere TUM-interne oder externe Wissenschaftler*innen einladen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer*innen soll in der Regel 20 Personen nicht überschreiten. Unterstützt vom IAS beteiligen sich die jeweiligen Koordinatoren des Projektteams im Vorfeld in der konzeptionnellen Vorbereitung ihres Workshops.

Begutachtung des Konzeptpapiers
Innerhalb von zwei Wochen nach den Workshops reichen die Projektteams über ihre*n Koordinator*in ein zehnseitiges Konzeptpapier ein. Es bildet die finale Entscheidungsgrundlage für die Förderung. In diesem Papier sind insgesamt sieben bis zehn zur Förderung durch die TUM vorgeschlagene Principal Investigators mit ihren jeweiligen Rollen und Teilprojekten skizziert. Bei eigener Finanzierung können weitere externe Partner (Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen) als assoziierte Mitglieder integriert werden.

Das TUM Innovation Networks Board bewertet die finalen Konzeptpapiere und erstellt ein schriftliches Votum mit Reihung der Anträge zur Förderempfehlung bzw. Ablehnung für das Präsidium. Es kann auch eine Empfehlung zu anderen Förderformaten geben (z.B. direkte Vorbereitung einer SFB-Initiative). Das Präsidium trifft die finale Entscheidung über die Förderung von bis zu zwei TUM Innovation Networks pro Jahr.