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Spektrum Artikel: Mit Muskeln länger leben
Ein kürzlich auf Spektrum.de veröffentlichter Artikel beleuchtet das wachsende wissenschaftliche Verständnis der Skelettmuskulatur als zentraler Regulator für gesundes Altern. Unter dem Titel „Mit Muskeln länger leben“ erörtert der Wissenschaftsjournalist Janosch Deeg, dass Muskeln weit mehr leisten als nur Bewegung zu ermöglichen; sie interagieren mit zahlreichen physiologischen Systemen im gesamten Körper.
Der Artikel fasst Forschungsergebnisse zusammen, die zeigen, dass die Skelettmuskulatur als endokrines Organ fungiert und Signalmoleküle – sogenannte Myokine – freisetzt. Diese Substanzen beeinflussen den Stoffwechsel, die Immunfunktion sowie die Gesundheit des Gehirns und tragen dazu bei, zu erklären, warum regelmäßige körperliche Aktivität mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Typ-2-Diabetes und altersbedingte Abbauprozesse verbunden ist. Zudem wird hervorgehoben, dass der Erhalt und Aufbau von Muskelmasse die Stoffwechselgesundheit verbessern, die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützen sowie Mobilität und Selbstständigkeit im Alter bewahren können.
Der Artikel stützt sich auf Forschungsarbeiten von Henning Wackerhage und seinen Kollegen und verweist auf Erkenntnisse aus der von der DFG geförderten Forschungsgruppe HyperMet. Indem sie untersucht, wie die Skelettmuskulatur mit anderen Geweben kommuniziert und die Stoffwechselgesundheit prägt, adressiert die Gruppe HyperMet einige der zentralen wissenschaftlichen Fragestellungen, die im Artikel behandelt werden.
Insgesamt kommt der Artikel zu dem Schluss, dass Krafttraining eine wichtige Rolle beim Erhalt funktioneller Muskelmasse über die gesamte Lebensspanne hinweg spielt. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Erhaltung der Muskelgesundheit ein Schlüsselfaktor für die langfristige Gesundheit und die Verringerung des Risikos altersbedingter Erkrankungen ist.
https://www.spektrum.de/news/muskeln-krafttraining-hilft-gesund-zu-altern/2307477
Die HyperMet-Forschung untersucht, wie Muskelwachstum (Hypertrophie) und Muskelabbau (Atrophie) den Stoffwechsel beeinflussen. Mehr Muskelmasse senkt das Risiko für Adipositas, Diabetes, Osteoporose und möglicherweise für Krebs. Wir erforschen die zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse, um neue Strategien zur Prävention und im Alltag zu entwickeln.