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Rede von Dr. Roberta Sartori
Im letzten HyperMet-Vortrag mit dem Titel „Single-nucleus and spatial technologies reveal how muscles fail during cancer cachexia, opening the door to precision multi-target RNA therapies that preserve muscle mass and function“ stellte Dr. Roberta Sartori, Professorin für Klinische Pathologie am Institut für Biomedizinische Wissenschaften der Universität Padua, ihre Forschung zu den molekularen Mechanismen des Skelettmuskelabbaus bei Krebskachexie vor. Ihre Arbeit verknüpft molekulare, zelluläre und translationale Ansätze mit modernen Technologien, um besser zu verstehen, wie sich Krebs auf das Muskelgewebe auswirkt, und um Strategien zu identifizieren, die Muskelmasse und -funktion bewahren können.
Im Mittelpunkt des Vortrags stand der Einsatz von Einzelkern- und räumlichen Omics-Technologien zur Charakterisierung zellulärer und molekularer Veränderungen im Skelettmuskel während einer Tumorkachexie. Durch die Integration von Transkriptom- und Epigenomdaten liefern diese Ansätze neue Einblicke in die zelluläre Landschaft des erkrankten Muskels und helfen dabei, Signalwege und Zellpopulationen zu identifizieren, die zur Muskeldegeneration beitragen.
Ein zentrales Thema des Vortrags war die Entwicklung RNA-basierter therapeutischer Strategien, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Dr. Sartori hob hervor, wie präzise Multi-Target-Ansätze neue Möglichkeiten bieten könnten, Muskelmasse und -funktion bei Patienten mit Tumorkachexie zu erhalten. Ihre Forschung stützt sich auf umfassende Expertise in den Bereichen Skelettmuskelbiologie, BMP- und TGFβ-Signalübertragung, Gentherapie sowie Einzelkern- und räumliche Transkriptomik.
Die im Vortrag behandelten Themen stehen in engem Zusammenhang mit den Zielen von P06-HyperCancer, insbesondere mit der Untersuchung der systemischen Auswirkungen von Krebs und der Identifizierung molekularer Mechanismen, die das Tumorwachstum mit metabolischen Veränderungen in peripheren Geweben verknüpfen. Die vorgestellten Ergebnisse veranschaulichen, wie moderne Multi-Omics-Ansätze zu einem besseren Verständnis des krebsbedingten Muskelabbaus beitragen und die Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien unterstützen können.
Die HyperMet-Forschung untersucht, wie Muskelwachstum (Hypertrophie) und Muskelabbau (Atrophie) den Stoffwechsel beeinflussen. Mehr Muskelmasse senkt das Risiko für Adipositas, Diabetes, Osteoporose und möglicherweise für Krebs. Wir erforschen die zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse, um neue Strategien zur Prävention und im Alltag zu entwickeln.