Aktuelles
European College of Sport Science Konferenz 2026
Der Kongress des European College of Sport Science (ECSS) 2026 in Lausanne bot eine hervorragende Gelegenheit, die Bandbreite der Forschung der Arbeitsgruppe „Exercise Biology“ an der Technischen Universität München sowie die aufstrebenden Aktivitäten der DFG-Forschungsgruppe HyperMet zu präsentieren. Obwohl HyperMet erst seit etwas mehr als einem Jahr besteht, unterstrich der Kongress bereits den wachsenden wissenschaftlichen Output und die internationale Sichtbarkeit des Verbunds.
Henning Wackerhage hielt im Rahmen des Symposiums „vLamax tests as lactate-based tests of glycolytic power? Mechanistic and practical considerations“ den eingeladenen Vortrag „vLamax and vLapeak: From Alois Mader's metabolic model to current research“. Der Vortrag beleuchtete die historische Entwicklung des vLamax-Konzepts, jüngste Fortschritte bei der vLapeak-Testung sowie aktuelle Forschungsansätze zu laktatbasierten Messgrößen der glykolytischen Leistung. Dabei wurde veranschaulicht, wie mathematische Modellierung und experimentelle Physiologie kombiniert werden können, um den menschlichen Energiestoffwechsel besser zu verstehen. In derselben Sitzung traten zudem Andi Jones (Exeter) und Katharina Dunst (Leipzig) auf.
Lara Becker stellte Ergebnisse der randomisierten kontrollierten Studie „Taurine Supplementation and Physical Performance in Older Adults: A Randomised, Double-Blind Controlled Trial“ vor. Die Studie untersucht, ob eine Taurin-Supplementierung die körperliche Leistungsfähigkeit und das gesunde Altern bei älteren Menschen verbessern kann, und stellt eines der wichtigsten translationalen Forschungsprogramme der Arbeitsgruppe „Exercise Biology“ dar.
Die Forschungsgruppe HyperMet wurde durch Moritz Eggelbusch vertreten, der das Thema „Divergent skeletal muscle metabolite exchange in IGF-1-stimulated myotubes and resistance-exercised human muscle“ präsentierte. Dieses Projekt kombiniert gezielte Zellkulturexperimente mit arteriovenöser Metabolomik am Menschen, um den anabolen Stoffwechsel in vitro und in vivo zu vergleichen. Es liefert neue Erkenntnisse zum Nährstoffaustausch während der Skelettmuskelhypertrophie und verdeutlicht den Fokus von HyperMet auf die mechanistische Stoffwechselforschung.
Zusammen unterstreichen diese Präsentationen die sich ergänzenden Stärken der Arbeitsgruppe „Exercise Biology“ und des sich rasch entwickelnden HyperMet-Konsortiums. Sie decken ein breites Spektrum ab – von computergestützter Modellierung und Trainingsphysiologie über Interventionsstudien am Menschen bis hin zur molekularen Metabolomik – und verdeutlichen unser Engagement für die Verknüpfung von Grundlagen- und translationaler Forschung, um Muskelstoffwechsel, Anpassung an körperliche Belastung und metabolische Gesundheit besser zu verstehen.
Die HyperMet-Forschung untersucht, wie Muskelwachstum (Hypertrophie) und Muskelabbau (Atrophie) den Stoffwechsel beeinflussen. Mehr Muskelmasse senkt das Risiko für Adipositas, Diabetes, Osteoporose und möglicherweise für Krebs. Wir erforschen die zugrunde liegenden Stoffwechselprozesse, um neue Strategien zur Prävention und im Alltag zu entwickeln.